Erstellt am 29. Mai 2013, 00:00

Eine Gelegenheit für neues Gleichgewicht. Bernhard Fenz über Mattersburg in der Ersten Liga und die nötige Balance zwischen hungrigen Spielern und guten Routiniers. KOMMENTARJeder, der nur ansatzweise mit dem SVM sympathisiert, wird nach dem überraschenden Abstieg (alle Ergebnisse für

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Jeder, der nur ansatzweise mit dem SVM sympathisiert, wird nach dem überraschenden Abstieg (alle Ergebnisse für das Worst-Case-Szenario sind eingetroffen) geschockt gewesen sein. Nach zehn Jahren Oberhaus muss Grün-Weiß in die Heute für Morgen Erste Liga. Wie müssen sich erst die direkt Beteiligten fühlen? Es wird dauern, bis aus diesem Tiefschlag neue Energie geschöpft werden kann.

Trotzdem: Das Potenzial für einen Positiv-Schub ist vorhanden. Mattersburg wird, wenn es um Finanzen oder Lizenzen geht, auch eine Liga weiter unten besser als so mancher Oberhaus-Verein dastehen. Der SVM kann sich dort auch im Spitzenfeld etablieren – aber nur, wenn die Konstellation passt. An hungrigen Spielern in den besten Jahren mangelt es nicht. Die ihnen zur Seite gestellten Routiniers müssen jedoch das Werkl lenken, zusammenhalten und führen –wie 2003, als Mattersburg den Aufstieg schaffte, danach 2006 am Vizemeister kratzte, zweimal (2006, 2007) das Cupfinale erreichte und sogar Europacup-Luft schnupperte. Nach und nach ging diese Balance aber verloren. Ein Neustart wäre jetzt eine gute Gelegenheit, um die vermeintlich erfahrenen Stützen zu hinterfragen, ob sie der Mannschaft künftig weiterhelfen können, und dann gegebenenfalls auch auszutauschen.