Erstellt am 31. Mai 2015, 19:34

von Markus Stefanitsch

Erste Analyse der Burgenland-Wahl 2015. Markus Stefanitsch über einen historischen Urnengang, der zur „Erdrutsch“-Wahl wurde.

Das Burgenland hat gewählt – und es ist doch noch eine „Erdrutsch“-Wahl geworden. SPÖ und ÖVP verlieren stark. FPÖ, Grüne und das Bündnis Liste Burgenland (LBL) können sich als Gewinner bezeichnen

Erdrutsch deshalb, weil nach jetzigem Standpunkt alles möglich ist – sogar die von SPÖ-Landeshauptmann Hans Niessl im Vorfeld angesprochene „Horror“-Koalition von ÖVP, FPÖ und Liste Burgenland. FPÖ-Chef Hans Tschürtz hat auch in einer ersten Stellungnahme davon gesprochen, gerne mit ÖVP-Parteiobmann Franz Steindl verhandeln zu wollen.

Bei der Koalitionsvariante ÖVP-FPÖ-LBL  hat  Franz Steindl die Chance, in „Schüssel-Manier“ trotz Verlusten von zwei Mandaten erstmals nach 51 Jahren wieder für die ÖVP einen  Landeshauptmann im  Burgenland zu stellen.

Noch wahrscheinlicher ist da - bei allen Spekulationen -  die von SPÖ-Landeshauptmann Hans Niessl ins Spiel gebrachte Variante Rot-Blau.

Aber zu guter Letzt darf man nicht vergessen: Die meisten Stimmen im Land haben – trotz der massiven Verluste - nach wie vor Rot und Schwarz gemeinsam. Für eine Fortführung der SPÖ-ÖVP-Koalition müssten beide Verlierer-Parteien aber einen für die Menschen des Burgenlandes deutlich spürbaren Neustart hinlegen.

Welche Koalitionen derzeit möglich sind, können Sie beim BVZ-Koalitionsrechner hier „durchspielen“ (in der Ergebnis-Übersicht ganz unten zu sehen).