Erstellt am 24. November 2010, 00:00

Es geht um mehr als nur um Worte. BERNHARD FENZ über Kraftausdrücke auf der einen und Rassismus auf der anderen Seite.

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Schiri Habip Tekeli hat nach dem Spiel Markt Allhau gegen Rechnitz deftigen Beschimpfungen nicht (mehr) geschluckt, sondern zur STRUMA-Anzeige gebracht. Gut so.

Dass der SV Rechnitz aufgrund der Dummheit einiger weniger empfindlich bestraft wurde, ist für den Verein freilich bitter – gerade weil Vorfälle dieser Art auf anderen Sportplätzen des Landes bislang ungeahndet blieben.

Aber irgendwann muss im Sinne eines Paradigmenwechsels ein Anfang her, solange bei einigen Fans (die sind nicht nur an einer Hand abzählbar), der Sprachschatz erst bei „Scheiß Türk“, „Tschusch“ oder „Neger“ beginnt.

Kraftausdrücke wird es im Fußball natürlich immer geben. Deshalb aber jeglicher Abartigkeit Tür und Tor zu öffnen, ist gesellschaftsfeindlich und schlichtweg gefährlich. Offen gelebten Rassismus künftig noch massiver zu bekämpfen, ist daher das Mindeste.

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b.fenz@bvz.at