Erstellt am 30. Juli 2013, 09:50

Es zählt nur ein Stopp des Abwärtstrends. Bernhard Fenz über die Mattersburger Ansprüche in der Ersten Liga, die nicht von heute auf morgen umsetzbar sind.

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„Das war Null.“ Nicht nur Martin Pucher musste sich nach der 0:1-Pleite seines SV Mattersburg gegen St. Pölten leicht ungläubig den bitteren Fakten widmen. Der SVM ist noch punktelos, hat nach dem Auftakt auch das erste Heimspiel verhaut und hängt bereits unmittelbar nach dem Saison-Gong in den Seilen.

Trotzdem: Notorischen Schwarzmalern sei gesagt, dass zwei Runden ein bisserl wenig für die totale SVM-Depression sind. Diese 180 Minuten haben allerdings wieder mal gezeigt, wie hart ein Absteiger in der Ersten Liga fallen kann. Grün-Weiß wirkt passiv, harmlos und vor allem schwer verunsichert.
Früher oder später will Trainer Alfred Tatar die Burgenländer so weit bringen, dass sie dominant auftreten und ihr Gesicht (auch spielerisch) dem eines Titelaspiranten anpassen. Das braucht Zeit – und jetzt einmal ein Erfolgserlebnis. Sonst bleiben alle guten Vorsätze nur graue Theorie.

Die Mannschaft muss am Freitag gegen die Vienna nicht wie ein Meister auftreten. Es geht jetzt nur darum, den Abwärtstrend zu stoppen, positive Impulse für die folgenden Runden zu schaffen und sich irgendwie durchzubeißen. Denn „Null“ ist auch in der Ersten Liga nicht mehr als in der Tipp3 Bundesliga.