Erstellt am 16. September 2015, 06:42

von Bernhard Fenz

Euphorie ist gut, Realismus auch. Bernhard Fenz über die künftigen Ansprüche an das A-Nationalteam.

Teamarzt Richard Eggenhofer bestätigte, was Stoke City-Legionär Marko Arnautovic bereits nach der erfolgreichen EM-Qualifikation auswärts gegen Schweden klargestellt hatte: Das Nationalteam sei wie eine Familie.



Dabei geht es vor allem um den allgemeinen Wohlfühlfaktor aller Beteiligten – dieser hat sich im Lauf der Zeit aus einer permanenten Professionalisierung bei den Abläufen und dem geduldigen Arbeiten an einem langfristigen Erfolgsrezept entwickelt. Aktuell wird geerntet. Das macht besonderen Spaß.

Wo der Weg dieser so erfolgreichen Nationalmannschaft hinführen kann? Die Europameisterschafts-Endrunde 2016 wartet, die WM-Qualifikation für Russland 2018 ebenso. Dass Österreich in Frankreich eine gute Rolle spielen kann, liegt nach den jüngsten Leistungen auf der Hand. Dass Rot-Weiß-Rot außerdem das Zeug für ein Ticket bei der Weltmeisterschaft hat, ebenso.

Dabei schien vor einigen Jahren eine starke Qualifikation noch utopisch. Mittlerweile hat Teamchef Marcel Koller eine Elf geformt, die begeistert und nebenbei auch gewinnt. Österreich ist somit im internationalen Vergleich wieder ernsthaft konkurrenzfähig und hat das mit der jüngsten Quali unter Beweis gestellt.

Weder ist Rot-Weiß-Rot aber deshalb vorzeitig Europameister, noch werden deshalb künftig sämtliche Gegner nach Belieben dominiert. So viel Realismus muss bei aller Euphorie drin sein.