Erstellt am 26. Juni 2013, 00:00

Fortuna Düsseldorf ist kein leichter Weg. Bernhard Fenz über Christian Gartners Gang von Mattersburg nach Deutschland in die 2. Bundesliga. KOMMENTARSeit Jahren schon zählt Christian Gartner zu den größten Talenten Österreichs.

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Seit Jahren schon zählt Christian Gartner zu den größten Talenten Österreichs. Der mittlerweile 19-jährige Illmitzer hat die Nachwuchs-Nationalteams durchlaufen und sich nach Ablaufen seines Vertrags beim SV Mattersburg für einen Wechsel entschlossen. Dass er letztlich – auch wenn der Abgang schon vor dem Abstieg praktisch fix war – nicht in einer Ersten Liga spielen wollte, ist legitim. Wer keine vertragliche Bindung hat, kann sich bekanntlich frei entscheiden.

Trotzdem überrascht die Wahl – nicht weil Fortuna Düsseldorf eine schlechte Adresse oder die 2. Deutsche Bundesliga eine uninteressante Spielwiese ist. Im Gegenteil. Christian Gartner wählte aber einen schwierigen Weg. Trainer Mike Büskens wollte den Techniker zwar unbedingt, ein behutsames Heranführen an den Meisterschaftsbetrieb wird es beim Absteiger mit dem unglaublichen Faninteresse trotzdem eher nicht spielen. Der Burgenländer wird dafür von Beginn weg sein volles Potenzial abrufen müssen, um nicht den Anschluss zu verlieren. Das ist auch möglich. Christian Gartner hat genug Potenzial, um einschlagen. Die interessantere Frage wird sein, wie er auf Rückschläge reagiert. Diese mit 19 Jahren gut zu verarbeiten, ist die Kunst.