Erstellt am 10. Februar 2016, 06:23

von Bernhard Fenz

Frei entscheiden muss drin sein. Bernhard Fenz über die Wahl des neuen Vorstands im Burgenländischen Verband.

Der bekannte Nord-Süd-Konflikt im Burgenland lebt. Das zeigt sich am Besetzungspoker rund um die künftige Zusammenstellung des von Präsident Gerhard Milletich angeführten neuen BFV-Vorstands – dieser wird am 13. März bei der Hauptversammlung abgesegnet.

Beispiel gefällig? Die Kampfabstimmung rund um die Ligaobmann-Nachfolge des St. Margaretheners Franz Granabetter. Dort setzte sich der gebürtige Lackenbacher und Neuberg-Funktionär Josef Pekovics gegen Nord-Kandidat Robert Wieger durch. Das wiederum wirkt sich auf die regionale Kräfteverteilung im neuen Vorstand aus, dem der Ligaobmann angehört.

Also setzte sich das sensible Thema fort und ist nun im Kampf rund um den prestigeträchtigen Rechtsmittelreferenten aktuell. Den Verbandsjuristen will weiter die Gruppe Süd stellen und verzichtet nun sogar freiwillig auf die bis dahin besetzte Position des BFV-Schriftführers.

Im Gegenzug soll bei der Hauptversammlung der Norden die nötige Stimmenmehrheit für den Oberwarter Notar Robert Bencsics beisteuern – und nicht für dessen neuen Gegenkadidaten aus der Gruppe Mitte, Rechtsanwalt Wolfgang Rebernig. Wahlkampf, Positionierungen und regionales Interesse in Ehren: Letztlich sollte trotzdem die freie Entscheidung der Klubs zählen. So viel Demokratie muss drin sein.