Erstellt am 05. März 2014, 00:00

von Bernhard Fenz

Führungsqualitäten sind Mangelware. Bernhard Fenz über den schaumgebremsten Start des SV Mattersburg.

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Wann gelingt Mattersburg nach dem Abstieg aus der Tipp3 Bundesliga und dem holprigen Herbst in der Ersten Liga der vielzitierte Befreiungsschlag? Gegen Horn klappte esjedenfalls nicht, trotz einer 2:0-Führung zur Halbzeit. Besonders verwunderlich: Die Burgenländer fanden nach der Pause (vor allem bis zum 2:2) gar keine Antwort auf die zu erwartenden Horner Angriffe.

Dabei wäre es doch gar nicht so schwer – theoretisch: Ruhe bewahren, Spielfluss stören, aktiv und aggressiv bleiben, vielleicht das eine oder andere Mätzchen einsetzen und im Notfall mit kalkulierter Härte für Verunsicherung auf des Gegners Seite sorgen. In der Praxis sind diese Tugenden – man kann auch sagen, die nötige Abgebrühtheit – in der Mannschaft aber nach wie vor zu wenig ausgeprägt.

Zu wenig Erfolge auf der einen Seite, zu wenig Akteure mit Führungsqualitäten auf der anderen Seite. Stattdessen ist der SVM dann plötzlich im Kollektiv schwach. Und gerade deshalb ist auch das nächstwöchige Antreten von Schlusslicht Vienna und Hartberg im Pappelstadion für den SV Mattersburg alles, nur keine g’mahte Wiesn.