Erstellt am 03. Februar 2016, 05:48

von Markus Stefanitsch

Für Wahlverlierer wird es eng. Markus Stefanitsch über die Bundespräsidentenwahl am 24. April.

Bereits einen Tag nach der Präsentation des Burgenländers Norbert Hofer als FPÖ-Kandidat für die Bundespräsidentenwahl, gab es auch schon die ersten österreichweiten Umfragen. Teilweise mit unterschiedlichen Ergebnissen, aber dennoch immer mit derselben Person an der Spitze des Rankings: Alexander van der Bellen. Das zieht sich wie ein roter Faden durch alle Einschätzungen der Meinungsforscher.

Natürlich sollte man den Umfragen derzeit noch nicht allzu viel Gewicht geben, immerhin ist der Wahlkampf erst seit einer Woche so richtig eröffnet. Was man aber sicherlich herauslesen kann, ist die Tatsache, dass es weder einen kompletten Außenseiter noch einen haushohen Favoriten gibt. Alles ist möglich. Jeder der Kandidaten hat die Chance, in die Stichwahl zu kommen. Im ersten Wahlgang werden wir sicher noch keinen neuen Bundespräsidenten oder Bundespräsidentin haben.

Außerdem war eine Bundespräsidentenwahl noch nie so richtungsweisend für die Parteienlandschaft wie die heurige. Vor allem für SPÖ und ÖVP steht einiges auf dem Spiel. Auch im Hinblick auf die Große Koalition.

Ein Zünglein an der Waage könnte hier Norbert Hofer werden. Die FPÖ ist fix davon überzeugt, dass der Pinkafelder in die Stichwahl kommen wird. Davon wollen naturgemäß die anderen Mitstreiter nichts wissen. Zudem ist der Wahlkampf lange und es kann noch viel passieren.

Aber Hofer wird sicherlich – ähnlich wie Irmgard Griss – stark im bürgerlichen Lager fischen können und somit vor allem dem ÖVP-Kandidaten Andreas Khol Stimmen kosten. Sollte es der Tiroler dann nicht schaffen, brennt in der ÖVP endgültig der Hut. Und der Ruf nach Neuwahlen wird noch lauter werden.

BVZ.at hatte berichtet: