Erstellt am 02. Dezember 2015, 05:13

von Bernhard Fenz

Geformtes Potenzial steht auf dem Spiel. Bernhard Fenz über das sportliche Vermächtnis von Didi Kühbauer als Trainer beim WAC.

Noch im Sommer war Didi Kühbauer mit seinem WAC das Positiv-Thema, als das kleine Wolfsberg aus Kärnten in der Europa League-Qualifikation dem großen Dortmund aus dem Ruhrpott gegenüberstand.

Die Schattenseiten der Premiere auf dem internationalen Parkett (vor dem Duell mit Dortmund schaltete der WAC noch Soligorsk aus) holten den Verein aber parallel in der Bundesliga ein. Der schlechte Start, die fehlenden Punkte und die Mehrfachbelastung katapultierten das Team in einer Negativ-Spirale ans Tabellenende.

Dass Klubboss Dietmar Riegler nun die Reißleine zog und sich vom Burgenländer Kühbauer trennte, ist im Fußballgeschäft – wenn‘s nicht läuft – „Part of the Game“. Stichwort neuer Trainer, neue Impulse, neue Reize.

Können sich die Kärntner nun mit besseren Ergebnissen aus dem Keller befreien, kommt das Kühbauer trotzdem zugute. Die Elf schöpft schließlich nach wie vor jenes Potenzial ab, das der Wahl-Wulkaprodersdorfer geformt hat – so gesehen wird sich sein sportliches Vermächtnis auch lohnen.