Erstellt am 08. Oktober 2014, 06:55

von Bernhard Fenz

Gelebte Kontinuität: Eine wertvolle Aktie. Bernhard Fenz über die sportliche Krise in Parndorf und das nach wie vor bestehende Vertrauen in Trainer Paul Hafner.

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Der SC/ESV Parndorf hat sportlich aufregende Zeiten hinter sich. Zur Erinnerung: Erst konnten sich die im Sommer 2013 überraschend aufgestiegenen Nordburgenländer nach der Lern- und später der Konsolidierungs-Phase in der Ersten Liga nicht halten.

Dem ambitionierten Neuling fehlte im Abstiegskampf die letzte Luft für den direkten Klassenerhalt, in der Relegation kam dann schließlich das Aus gegen den LASK – dem wohl stärksten Aufsteiger der letzten Jahre, der im ersten Jahr nach der Regionalliga an der Seite des SV Mattersburg gleich um den Gang ins Oberhaus kämpft.

Seit Kurzem geht Absteiger Parndorf in der Regionalliga Ost die Puste aus, nachdem sich die veränderte Mannschaft vom Abstieg überraschend gut erholt hat und stark in die neue Punktejagd gestartet ist. So lässt sich zumindest die jüngste Formkurve mit einem Punkt aus den letzten vier Spielen deuten. Nebenbei hat mittlerweile Ritzing sportlich die Nase vorne und ist nun souveräner Leader.

Trotzdem baut die Klubführung weiter auf Paul Hafner als Cheftrainer. Der Seewinkler ist insgesamt seit mehr als elf Jahren beim Verein tätig, seit drei Jahren als Coach der Kampfmannschaft, identifiziert sich wie kein anderer mit dem Klub. Kurzum: Der 37-Jährige ist die gelebte Kontinuität. Auch wenn ein neuer Impuls auf der Betreuerbank kurzfristig eine Option sein mag: Unterm Strich wäre ein personeller Schnellschuss aufgrund einer Schwächephase das falsche Signal – dafür ist die Aktie Hafner in Parndorf nach wie vor zu wertvoll.