Erstellt am 12. März 2014, 09:00

von Bernhard Fenz

Gleiches Recht für alle ist nicht fair. Bernhard Fenz über die Reduktion des automatischen Heimrechts für unterklassige Teams im BFV-Raiffeisen-Cup 2014/2015.

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Der BFV-Cup ist mittlerweile reizvoll. Warum? Weil es nicht mehr bloß um den Prestige-Titel „Burgenländischer Cupsieger“ geht, sondern um die rot-goldenen ÖFB-Cup-Tickets. Diese erhalten die vier Klubs des Finalturniers. Ergo kann ein Amateurteam über die BFV-Cup-Schiene die Quali für mögliche Spiele gegen Austria, Rapid oder Salzburg schaffen.

Genau dort wiederum sind unsere Ostligisten und die BVZ Burgenlandliga-Vereine die fetten Brocken für alle rot-goldenen Unterhaus-Mannschaften. Bislang galt in den vier Runden bis zum Finalturnier das automatische Heimrecht für den Verein aus der niedrigeren Klasse oder Liga. Das wurde nun vom BFV-Spielausschuss auf die ersten zwei der vier K.o.-Spieltage beschränkt, damit auch die „großen Klubs“ in den Genuss eines Heimspiels kommen können.

Klingt fair und schön, ist in der Praxis aber heikel. Denn somit muss künftig sogar das Sensationsteam aus der 2. Klasse mit etwas Pech in Runde drei auswärts bei einem Ostligisten antreten – statt mit einem Highlight vor den eigenen Fans belohnt zu werden. Und das kann doch einfach nicht im Sinne des Erfinders sein.