Erstellt am 20. November 2013, 23:59

Hausgemachte Außendarstellung. Bernhard Fenz über die jüngsten Meldungen über Spielmanipulationen einerseits und ein Imageproblem andererseits. KOMMENTAR„Matchfixing“, die bewusste Manipulation von Ergebnissen im Fußball, ist aktueller denn je.

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"Matchfixing", die bewusste Manipulation von Ergebnissen im Fußball, ist aktueller denn je. Die Causa Mario Majstorovic stellt im professionellen Fußball keinen Einzelfall dar. Der mittlerweile bei Draßmarkt gemeldete Routinier gab zu, als Kapfenberg-Profi 2009 versucht zu haben, zwei Spiele zu manipulieren. Ex-Grödig-Profi Dominique Taboga steht unter dem Verdacht der Spielmanipulation. Er selbst gab zudem an, erpresst worden zu sein (hier kommt Ex-Profi Sanel Kuljic ins Spiel). Außerdem werden zahlreiche Partien der oberen Ligen zumindest auf den Verdacht hin geprüft.

Es wäre unfair, jetzt den gesamten Sport in den Dreck zu ziehen – oder gar davon auszugehen, dass die Fußballszene nur aus einem Haufen Betrüger besteht. Das stimmt definitiv nicht.

Hausgemacht ist das kollektiv angekratzte Image aber, wenn für den einen oder anderen „Star“ das Wetten zur exzessiven Nebenbeschäftigung ausartet. Mittendrin, statt nur dabei – wie sollen Außenstehende dann die Integrität mancher Kicker seriös beurteilen können?

Bleibt noch das Fußball-Unterhaus. Nach wie vor gelten mancherorts „geschobene Parten“ für Klubs in Abstiegsnöten als nicht zu verhindernde Vorboten des Saisonfinales. Dass in diesen Fällen Klubs aus der Region oft einfach nur nachhelfen, um etwa auch im nächsten Jahr ein lukratives Derby zu sichern, ist ein fast schon nachvollziehbarer Gedanke. Fair und transparent wird die Sache dadurch aber ganz sicher nicht.