Erstellt am 25. Juni 2014, 12:43

von Markus Stefanitsch

Hinter den Kulissen der Landespolitik. Markus Stefanitsch über die Pressestunde und Begas-“Gewinner“.

Niessl in ORF-Pressestunde. Landeshauptmann Hans Niessl gab sich in der Pressestunde am Sonntag kaum Blöße. Man merkt dem derzeitigen Vorsitzenden der Landeshauptleute-Konferenz seine mittlerweile fast 14-jährige Erfahrung als oberster Politiker des Landes deutlich an. Fast gebetsmühlenartig kam die Rede von der „Millionärssteuer“ und der generellen Steuerreform.

Niessl ließ sich kaum aus der Fassung bringen. Auch bei den Fragen zum SPÖ-Rebellen Landesrat Peter Rezar oder zu „seinem Parteifreund“ Rudolf Simandl ließ er sich auch angesichts der Parteiquerelen nicht aus der Fassung bringen.

Apropos Simandl: Auch in der Pressestunde war wieder vom Ex-Begas-Chef als alleinigen „Täter“ die Rede. Dabei wird immer wieder auch vergessen, dass beim „System Begas“ sehr viele profitiert haben. Deshalb gab es ja an die hundert Selbstanzeigen — da Mitarbeiter über die Firma Privatsachen (angefangen von Autos, über Dinge des täglichen Bedarfs bis hin zu Baustoffen für den Hausbau) angekauft haben.

Dies wurde im Rahmen von „Natural-Prämien“ freigegeben und dadurch ersparten sich die Mitarbeiter die Einkommensteuer und gleichzeitig profitierten sie von den besseren Konditionen, die der Großkonzern Begas ja überall bekommen hatte. Und dies alles geschah im (großen) Schatten des ehemaligen Begas-Chefs.