Erstellt am 23. April 2014, 13:17

von Markus Stefanitsch

Hinter den Kulissen der Landespolitik. Markus Stefanitsch über die ÖVP-Urabstimmung und die Chancen Franz Steindls.

Hopp oder Dropp. Der kommende Sonntag wird ein ganz entscheidender Tag für die burgenländische ÖVP. Bei der Urabstimmung über den Landtagswahl-Spitzenkandidaten geht es um mehr als lediglich die Personen Franz Steindl und Herausforderer Jürgen Rohrer. Es geht um die Chancen für die ÖVP 2015.

Eines ist, bei allem Respekt vor Jürgen Rohrers Kandidatur, schon jetzt sicher: Franz Steindl wird diese Wahl für sich entscheiden. Aber: Ab welcher Zahl ist es ein Erfolg für Steindl?

Liegt die Wahlbeteiligung bei 20 bis 25 Prozent und erzielt Steindl nur eine knappe Mehrheit, wird sich der Langzeit-Obmann mit Sicherheit aus der Politik verabschieden (müssen).

Umgekehrt hat die ÖVP aber am 27. April die große Chance, zumindest nach außen hin, geschlossen aufzutreten. Wählen die Funktionäre Franz Steindl mit deutlicher Mehrheit zum Spitzenkandidaten (mehr als 80 Prozent) und liegt die Beteiligung in etwa der Höhe der Kammerwahlen, ist Steindl so stark wie noch nie – in der Partei und auch außerhalb. Denn mit Abschaffung des Proporzes im Herbst, ist mittels Koalition (FPÖ, Bürgerliste, etc.), die Chance auf einen schwarzen Landeschef so hoch wie noch nie in den letzten 13 Jahren.