Erstellt am 12. März 2014, 14:33

von Markus Stefanitsch

Hinter den Kulissen der Landespolitik. Markus Stefanitsch über den Abgang des Simandl-Vertrauten Alois Grath.

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Simandl-„Freund“ weg. Er galt jahrelang als designierter Nachfolger von Ex-BEGAS-Chef Rudolf Simandl: Alois Grath, engster Vertrauter des Hauptverdächtigen im BEGAS-Skandal und zuletzt Geschäftsführer der Energie Burgenland-Tochter „PEW“ (Photovoltaik), wird mit Ende Juni 2014 die Unternehmens-Gruppe verlassen. Offiziell heißt es, dass sich Grath neuen Herausforderungen stellen will.

Bis Ende Juni wird Grath als PEW-Geschäftsführer operativ nicht mehr tätig sein und gilt de facto als dienstfreigestellt.

Wie es bei der Aufarbeitung des gesamten BEGAS-Skandals nun weiter geht, ist noch offen. Nach dem Rechnungshofbericht, der in den kommenden Wochen komplett vorliegen soll, kann erst das gesamte Schadensausmaß dargestellt werden.

Nach wie vor ein Rätsel ist die Rolle von Rudolf Simandl selbst. Innerhalb der Bevölkerung kommt immer wieder Ärger auf, wenn man bedenkt, mit welchen Samthandschuhen der ehemalige mächtige Vorstand seitens der Justiz angefasst wird.

Nicht nur die späte U-Haft (Monate nach den ersten bekannt gewordenen Verdachtsmomenten), sondern auch die nach wie vor „geduldete“ Vernehmungsunfähigkeit Simandls sorgen im Land für Kopfschütteln.

Es scheint fast so, als ob gewissen Kreisen im Land, die Tatsache, dass nur ein „großer Schuldiger“ im Raum steht, gar nicht so Unrecht ist. So wird alles auf eine Person fokussiert und viele andere „Themen“ werden kaum beachtet. Und für die Energie Burgenland geht es in erster Linie darum, wie viel vom Simandl-Schaden wieder gut gemacht werden kann.