Erstellt am 26. Februar 2014, 10:24

Hinter den Kulissen der Landespolitik. Markus Stefanitsch über ÖVP-Kandidaten, Ärger über die rote Jugend und diskussionswürdige Haftungen.

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Zwei Kandidaten. Was BVZ-Leser bereits seit der Vorwoche wissen, ist seit dem Wochenende amtlich: Der Lutzmannsburger Hotelier Jürgen Rohrer wird sich der ÖVP-Urabstimmung am 27. April gegen ÖVP-Landesvize Franz Steindl stellen. Dass sich Ex-Minister und Neo-Nationalrat Nikolaus Berlakovich der Urabstimmung nicht stellen wird, war auch seit Wochen intern bekannt.

Berlakovich sieht sich das Duell jetzt aus der ersten Reihe fußfrei an und steht, so hört man, im Falle einer neuerlichen Niederlage der ÖVP bei den Landtagswahlen 2015 dann als ÖVP-Landesparteiobmann Gewehr bei Fuß. Für Franz Steindl ist die Urabstimmung ein klassisches „Alles-oder-Nichts“-Spiel. Im Falle eines schlechten Abschneidens wird er wohl freiwillig seinen Hut nehmen. Gewinnt er die Urabstimmung aber eindeutig (und davon gehen die ÖVP-Parteistrategen aus), ist er wohl so gefestigt, wie schon lange kein ÖVP-Chef mehr im Burgenland.

Ärger über SJ. Ein anderer Fall ärgert derzeit ÖVP-Landesgeschäftsführer Christian Sagartz. Die Sozialistische Jugend präsentierte im Zuge einer Gedenkaktion zu den Februarkämpfen 1934 ein Plakat mit harten Worten: „Wie wird man ÖVP-Patriot? Demokratie abschaffen, ArbeiterInnen ermorden, Diktatur errichten“. Die ÖVP hat nun die Anwälte eingeschaltet, um derartigen Aktionen Einhalt zu gebieten. „Diese Aktion ist eine riesige Sauerei und erfüllt für uns ganz klar den Tatbestand der Verhetzung“, so Sagartz.

Millionenhaftung für „MA.TEC“. Verwunderung herrscht über eine Haftung von 1,2 Millionen-Euro des Landes für die jetzt insolvente Firma „MA.TEC“ (siehe Seite 7 der dieswöchigen BVZ), die erst kürzlich übernommen wurde. War da der Konkurs nicht schon absehbar?