Erstellt am 18. Februar 2014, 20:33

Hinter den Kulissen der Landespolitik. Markus Stefanitsch über Franz Steindls (ersten) Gegenkandidaten bei der Urabstimmung.

Markus Stefanitsch  |  NOEN
Glaubt man den jüngsten Gerüchten, dann dürfte kommendes Wochenende der erste Gegner von ÖVP-Landesvize Franz Steindl bei der Urabstimmung für den ÖVP-Spitzenkandidaten zur Landtagswahl 2015 feststehen. Der Lutzmannsburger „Apfelhof“-Chef Jürgen Rohrer soll angeblich bereits in den Startlöchern stehen und sich dem Duell mit Steindl stellen.

Auf Anfrage der BVZ wollte der umtriebige Unternehmer aus dem Mittelburgenland dazu noch keine Stellungnahme abgeben. Zu hören war aber, dass am Wochenende die Ortspartei abstimmen und dann der Weg für Rohrers Kandidatur frei sein soll. Dass Rohrer mit dem „System Steindl“ schon einige Zeit unzufrieden war, wissen Parteifreunde schon länger. Und Rohrer ist bekannt dafür, dass er nicht nur kritisieren, sondern auch aktiv etwas bewegen will.

Dubioser Kuvert-Informant. Der ominöse Informant, der zunächst via „profil“ behauptet hatte, Landeshauptmann Hans Niessl hätte 10.000 Euro in Bar in einem Kuvert angenommen, verstrickte sich vergangene Woche in immer größere Widersprüche (siehe Seite 2/3). Jetzt tauchen auch immer mehr persönliche, zum Teil dramatische Details zum vermeintlichen Informanten auf.

Der ehemalige Finanzvorstand von „Swarco“ und FPÖ-Funktionär wurde bereits im Jahr 2009 aufgrund seiner Alkoholsucht unter ärztliche Aufsicht gestellt und 2010 wurde der Dienstvertrag aufgelöst (der BVZ liegt das entsprechende Schreiben der Firma „Swarco“ vor). Seit dem Vorjahr gibt es auch einen Finanzstreit mit der Eigentümer-Familie Swarovski, wo auch eine Exekution anhängig ist.