Erstellt am 29. Januar 2014, 09:08

von Markus Stefanitsch

Hinter den Kulissen der Landespolitik. Markus Stefanitsch über die Querelen in der ÖVP und die Personalsorgen von SPÖ-Landeschef Hans Niessl.

Markus Stefanitsch  |  NOEN
Rumoren in der ÖVP. Die Vorwoche hatte es für die ÖVP in sich. Der Rücktritt von ÖAAB-Obmann Ossi Klikovits mit der „Empfehlung“, das gesamte ÖVP-Regierungsteam möge es ihm gleichtun, entfachte eine große Diskussion innerhalb der ÖVP Burgenland. Landesparteiobmann Franz Steindl schwieg zunächst und setzte danach mit der Urabstimmung über den Spitzenkandidaten für die Landtagswahl alles auf eine Karte. Bislang kündigte nur Steindl selbst an, als Spitzenkandidat zur Verfügung zu stehen. Egal, ob sich ein Gegenkandidat findet, hat der ÖVP-Chef damit keinen unklugen Schachzug gesetzt: Entweder deklarieren sich in den kommenden Wochen die parteiinternen Kritiker klar und präsentieren einen Spitzenkandidaten oder Steindl geht alleine in die Urabstimmung. Und dabei gibt es dann nur noch zwei Varianten: Franz Steindl bekommt eine hohe Zustimmung und geht somit stärker als je zuvor in die Wahlen nächstes Jahr oder er zieht sich bei mäßigem Erfolg aus der Politik zurück. Glaubt man den Parteistrategen, scheint es aber – aufgrund der internen Strukturen – wahrscheinlich, dass die Urabstimmung zugunsten von Steindl ausgehen wird.

Niessl mit altem Team. Eine Überraschung scheint es auch bei der SPÖ zu geben: Nicht ganz nach Wunsch dürfte die Teamplanung für Landeshauptmann Hans Niessl verlaufen. Zuletzt war zu hören, dass der SPÖ-Boss mit dem bisherigen Regierungsteam auch in die Landtagswahl 2015 gehen wird (müssen).