Erstellt am 22. Januar 2014, 13:14

von Markus Stefanitsch

Hinter den Kulissen der Landespolitik. Markus Stefanitsch über die Turbulenzen in der ÖVP und den neuen, alten Spitzenkandidaten.

Markus Stefanitsch  |  NOEN
Harte Bandagen. Die Aussagen von Noch-ÖAAB-Chef Oswald Klikovits haben es in sich. Nicht nur, dass er ÖVP-Parteiobmann Franz Steindl als Spitzenkandidaten für „zu schwach“ hält, er wünscht sich auch gleich die gesamte ÖVP-Führungsriege weg. Klikovits sieht das als „Initialzündung“ für eine Erneuerung der ÖVP Burgenland.

Die Reaktionen gehen von Zustimmung („Endlich traut sich ein hoher Funktionär was zu sagen“) bis hin zu Nestbeschmutzung („Klikovits hofft ja nur, dass Nikolaus Berlakovich die Partei übernimmt, damit er sein Mandat im Nationalrat bekommt“). Für eines hat Klikovits mit seinen klaren Aussagen aber gesorgt: Innerhalb der ÖVP rumort es kräftig.

Es könnte jetzt entweder zur großen Spaltung oder zur großen „Verbrüderung“ kommen. Eines dürfte jedoch sicher sein: Der Spitzenkandidat für die kommende Landtagswahl wird dennoch Franz Steindl heißen.

Denn auch wenn es Tendenzen innerhalb der ÖVP gibt, einen Machtwechsel zu forcieren, findet sich wohl kaum ein Kandidat, der sich derzeit gegen den roten Landeshauptmann Hans Niessl „verheizen“ lassen will.

Auch ein anderes Gerücht sorgte zuletzt für Unmut innerhalb der ÖVP. Ex-Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich soll ein Auge auf den Posten des Landwirtschaftskammer-Präsidenten im Burgenland geworfen haben. Das sieht der amtierende Präsident Franz Stefan Hautzinger mit Humor: „Da müsste ich ja zurücktreten.“ Ein Satz, der mehr sagt, als tausend Worte.