Erstellt am 28. November 2012, 07:29

Hinter den Kulissen der Landespolitik. Markus Stefanitsch über das Ende eines Müll-Traum(a)s und Simandls Privat-Projekte.

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Aus für Müllanlage war lange geplant. BVZ-Leser waren bereits seit Anfang Februar dieses Jahres bestens informiert. Jetzt kam die offizielle Bestätigung der Energie Burgenland (Zusammenschluss aus BEWAG und BEGAS): Die Müllverbrennungsanlage in Heiligenkreuz wird fix nicht gebaut. Das Projekt würde sich nicht rentieren, so die Begründung von Vorstandssprecher Michael Gerbavsits. Spätestens seit den Fusionsgedanken zwischen BEWAG und BEGAS und vor allem des Auffliegens des Simandl-Skandals wurde hinter vorgehaltener Hand bereits vom Ende des Projekts gesprochen.

Vor allem Ex-BEGAS-Vorstand Rudolf Simandl hatte das Projekt stets vorangetrieben. Ungereimtheiten gab es aber mit der Auftragsvergabe für die Planungen an ein Mattersburger Unternehmen. Dabei sollen 1,3 Millionen Euro überwiesen worden sein. Fast zur gleichen Zeit hatte ein Subunternehmen dieser Firma gemeinsam mit einem Sohn von Simandl ein Zinshaus in Wien gekauft. Zudem gibt es Kritik, dass dieses „kleine“ Planungsbüro gar nicht die Kapazitäten für ein derartiges Millionen-Projekt gehabt hätte. Und: Mitarbeiter dieser Firma sollen diverse Privat-Projekte für Simandl geplant und gezeichnet haben, darunter auch eine Doppelwohnung in Spanien.