Erstellt am 17. Oktober 2012, 07:18

Hinter den Kulissen der Landespolitik. Markus Stefanitsch über die Burgenländer bei Faymanns Wahl-Schlappe.

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Burgenländer am Parteitag.  Bundeskanzler Faymanns innerparteiliches Waterloo am SPÖ-Parteitag in St. Pölten (83,43 Prozent, schlechtestes Wahlergebnis aller Zeiten für einen SPÖ-Chef) mussten am Samstag auch die burgenländischen SPÖ-Politiker miterleben. Dass SPÖ-Landeshauptmann Hans Niessl das Wahlergebnis von Faymann gar nicht erst kommentieren will, spricht Bände.

Erfreuliches gab es für die burgenländischen SPÖ-Vertreter aber auch: Immerhin gab es am ganzen Parteitag extra „Güssinger Mineralwasser“ – in Anerkennung des historischen Sieges von Vinzenz Knor und der Güssinger SPÖ bei den Gemeinderatswahlen 2012, wie Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter betonte.

Das Wasser war Burgenlands Landeschef natürlich gewohnt – dass er bei seiner Rede unterbrochen wird, allerdings weniger: Als Niessl nämlich gegen Schluss seiner Rede eine kurze Atempause einlegte, bedankte sich kurzerhand Gastgeber Sepp Leitner (SPÖ NÖ) bei seinem burgenländischen Parteifreund für die Worte. Das ließ der Landeshauptmann natürlich nicht auf sich sitzen, nahm es aber mit Humor: „Als kleinstes Bundesland, wird man ja wohl einen kleinen Zuschlag bei der Redezeit bekommen“, konterte Niessl und fuhr mit seiner Rede fort.