Erstellt am 22. August 2012, 07:43

Hinter den Kulissen der Landespolitik. MARKUS STEFANITSCH über alten Chef und neue Chefin.

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Wenn Hans Peter Doskozil seinen Dienst als neuer Landespolizeidirektor antreten wird, dann wird er wohl ähnlich knifflige Aufgaben vor sich haben, wie in seiner Zeit als Büroleiter von Landeshauptmann Hans Niessl. Denn aus Polizeikreisen ist zu hören, dass der Südburgenländer in nächster Zeit einige wichtige Entscheidungen wird treffen müssen. Immerhin soll Innenministerin Johanna Mikl-Leitner darauf pochen, dass auch das Burgenland das neue Digital-Funksystem so schnell wie möglich einführen muss. Bisher hatte das Burgenland ein eigenes Funksystem. Für das neue digitale System müsste allerdings das Land rund fünf Millionen für die Infrastruktur (neue Masten, usw.) in die Hand nehmen. Das passt Landeschef Niessl gar nicht in den Budget-Plan, da insgesamt „Sparen“ angesagt ist. Hier wartet auf Doskozil die erste Bewährungsprobe, wessen „Befehl“ er vorher ausführen wird – den des alten Chefs oder den der neuen Chefin?

Insgesamt hält sich bei der ÖVP im Burgenland der Ärger über einen „roten“ neuen Polizeichef in Grenzen: Mit Werner Fasching als zuständigen Vize werden die „Schwarzen“ die Personalhoheit behalten.