Erstellt am 23. Mai 2012, 07:28

Hinter den Kulissen der Landespolitik. MARKUS STEFANITSCH über Alt-Landesvize Franz Sauerzopf.

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Franz „Fery“ Sauerzopf feierte seinen 80. Geburtstag im Kreise seiner Familie bei bester Gesundheit. Der Jubilar stellte im BVZ-Gespräch (Seite 3) Überraschendes fest: Wäre er damals Landeshauptmann geworden, wäre er heute sicher nicht in dieser guten körperlichen und geistigen Verfassung („Ich wäre bedingungslos im Einsatz gewesen“).

Sauerzopf wurde bekanntlich wegen eines „Umfallers“ in den Reihen der FPÖ (im Vorfeld wurde ein Arbeitsübereinkommen zwischen ÖVP und FPÖ mit dem Sanktus von Jörg Haider getroffen) 1986 nicht wie erwartet zum Landeschef gewählt. ÖVP und FPÖ wären damals auf 19 Stimmen, die SPÖ mit Hans Sipötz auf 17 Stimmen gekommen. Durch den Umfaller stand es 18:18 zwischen Sauerzopf und Sipötz. Aufgrund des Wahlrechtes (Mandatsmehrheit der SPÖ) fiel dann die Wahl auf Sipötz.

Wer letztlich tatsächlich aus den Reihen der ÖVP und FPÖ gegen Sauerzopf gestimmt hat, wird wohl nie restlos aufgeklärt werden. In Gregor Munzenrieder sieht man bis heute den Schuldigen, da er als einziger seinen Stimmzettel nicht markiert hatte. Ob Geld oder andere Vergünstigungen für den FPÖ-Mann geflossen sind, darüber wird auch heute nur spekuliert.