Erstellt am 03. Mai 2012, 06:48

Hinter den Kulissen der Landespolitik. MARKUS STEFANITSCH über „gemeinsames geselliges Trinken“.

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Das „Symposion der Kindergärtnerinnen“ vergangenen Freitag sorgte für einige Aufregung. Immerhin mussten aufgrund der Tagung (mit rund 400 Pädagoginnen aus dem ganzen Land) einige Kindergärten für den Tag geschlossen und in anderen sogenannte Notdienste eingerichtet werden. Verständlich, dass hier viele Eltern Kritik übten und die Verlegung der Tagung auf einen Samstag forderten.

Lustiges Detail am Rande: Der altgriechische Ausdruck Symposion steht in seiner ursprünglichen Bedeutung sinngemäß für „gemeinsames, geselliges Trinken“. Die Übersetzung führt dazu, das Symposion fälschlicherweise als ausgelassenes Trink- und Essgelage zu sehen. Für die Griechen der Antike stand aber die gemeinsame gottverbundene und entsprechend ritualisierte Geselligkeit im Mittelpunkt (Quelle: Wikipedia). Die Tagung selbst hatte aber natürlich einen ernsten Hintergrund: Es ging in erster Linie um das Thema Burn-out.

Dieses „gesellige Beisammensein“ entfachte auch wieder eine Diskussion im Land, warum die Kindergärten generell im Sommer einige Wochen geschlossen haben. Vor allem für den Großteil der arbeitenden Eltern stellt dies in den Kindergarten-Ferien immer wieder einen erheblichen organisatorischen Mehraufwand dar.

Mehraufwand hatte diese Woche auch FPÖ-Chef Johann Tschürtz, zumindest wenn man sich seinen Facebook-Eintrag vom Wochenende ansieht: „Oje, war bei Dancing Stars, habe Handy ausgeschaltet und meinen Pin Code vergessen. Bin jetzt einige Tage telefonisch nicht erreichbar. Ich glaub, mich knutscht ein Elch“, postete Tschürtz auf seiner Facebook-Seite. Da fällt einem wohl nur das Sprichwort ein: „Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen...“