Erstellt am 18. April 2012, 07:35

Hinter den Kulissen der Landespolitik. MARKUS STEFANITSCH über das schlechte Sittenbild.

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Stimmt nur die Hälfte von dem, was derzeit an Gerüchten rund um die BEGAS kursiert, dann darf beim Energieversorger kein Stein auf dem anderen bleiben. Egal, ob strafrechtlich oder steuerrechtlich relevante Delikte vorliegen, die Art und Weise, wie es sich hier gewisse Herren (anscheinend mit Genehmigung) gerichtet haben, stinkt zum Himmel.

Dass mit Rudolf Simandl jetzt jener Mann im Blickfeld steht, der sich angeblich schon vor Jahren die Pension in Millionenhöhe hat auszahlen lassen und nach Ende der BEGAS (Fusion mit der BEWAG) auch noch einen Konsulenten-Vetrag bekommen soll, passt so richtig in das „Nehmen ist seliger, denn geben“-Bild so mancher Manager von Großunternehmen. Dass noch weitere BEGAS-Leute in der nächsten Zeit nicht allzu gut schlafen werden, wird kaum für Mitleid im Land sorgen.

Für das derzeitige Sittenbild im Burgenland sorgt auch ein anderes Gerücht: So soll einer der verdächtigen Bürgermeister in seinem Ort Scheinanmeldungen ungarischer Schüler deshalb getätigt haben, damit eines seiner Kinder nicht in eine Groß-, sondern in eine kleinere, geteilte Klasse gehen konnte. Auch das gehört aufgeklärt.