Erstellt am 24. Februar 2012, 15:56

Hinter den Kulissen der Landespolitik. MARKUS STEFANITSCH über das Ende des Mega-Müllprojektes.

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Auch wenn sich die Verantwortlichen noch bedeckt geben, das Projekt Müllverbrennungsanlage in Heiligenkreuz ist Geschichte. Seit die BEGAS vor einigen Jahren die Idee geboren hat, im Südburgenland eine riesige Reststoffverwertungsanlage zu bauen, gehen die Wogen hoch. Anrainerproteste, Demonstrationen, politische Debatten und Umweltverträglichkeitsprüfungen standen fast schon auf der Tagesordnung. In den vergangenen Monaten ist es aber sehr ruhig um das Projekt geworden.

Offiziell ist noch nichts, aber hinter vorgehaltener Hand ist es beschlossene Sache: Die Anrainer können aufatmen, das Projekt wird nicht realisiert. Kuriose aber einfache Erklärung für die Entscheidung gegen den Bau: Trotz Wegwerf-Gesellschaft fehlt im Burgenland ganz einfach der (gesicherte) Müll. Die Anlage hätte einen geplanten Bedarf an rund 300.000 Tonnen Müll und Klärschlamm pro Jahr. Und das natürlich langfristig gesichert. Als Vergleich: Im Burgenland selbst gibt es ein Müllaufkommen von „lediglich“ rund 30.000 Tonnen und in etwa 20.000 Tonnen Klärschlamm. Ein weiterer Grund für die Einstellung des Projekts: Von einem Gas-Engpass ist weit und breit keine Rede mehr.