Erstellt am 24. Februar 2012, 15:56

Hinter den Kulissen der Landespolitik. MARKUS STEFANITSCH über das bröckelnde Denkmal Serafin.

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Alles nicht mehr wunderbar? Rund um Festspiel-Intendant Harald Serafin gibt es derzeit einigen Wirbel. Zum einen kritisierten die FPÖ und die Liste Burgenland, dass auf Kosten der Steuerzahler das offizielle Land Burgenland im Dachfoyer der Hofburg in Wien ein Riesenfest für Serafin anlässlich seines 80. Geburtstages organisierte – und dabei keine Kosten und Mühen gescheut wurden.

Zum anderen ziehen derzeit aber auch Gewitterwolken auf der Festspielbühne Mörbisch selbst auf: Denn hinter den Kulissen der Operette spielen sich, so einige Insider, wüste Szenen ab. Harald Serafin, der in den vergangenen 20 Jahren Mörbisch zu einem der größten Kultur-Events im Burgenland gemacht hat, soll schon längst keinen Hehl mehr daraus machen, dass er von seiner Nachfolgerin Dagmar Schellenberger nicht allzu viel hält und von einer fließenden Übergabe im Sommer an die Kammersängerin keine Rede mehr sein kann. Mittlerweile hat im Mörbischer Umfeld und auch von der politischen Seite her angeblich kaum noch jemand Verständnis für den „polternden“ Serafin. Einige sind bereits der Meinung, dass er mit seinem Verhalten schwer am selbst erschaffenen Mörbisch-Denkmal kratzt.