Erstellt am 05. Oktober 2011, 08:08

Hinter den Kulissen der Landespolitk. MARKUS STEFANITSCH über „schwere Geschütze“ im ORF.

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Wer gedacht hat, dass mit der (Wieder-)Bestellung von Landesdirektor Karlheinz Papst im ORF Landesstudio Burgenland wieder Ruhe einkehrt, hat sich getäuscht. Die Stiftungsratsvorsitzende Brigitte Kulovits-Rupp, die eine Zeit lang als neue Chefin im Gespräch war, fährt mit schweren Geschützen auf. Konkret gegen eine leitende Mitarbeiterin, der von Kulovits-Rupp vorgeworfen wird, Privat mit Beruf zu verwechseln. Und zwar insofern, dass die Berichterstattung von privaten Moderationsaufträgen beeinflusst sei.

In der ORF-Mannschaft ist man über die Außendarstellung schwer irritiert. Bislang wurden alle Vorwürfe zurückgewiesen – auch, weil alle Nebentätigkeiten genehmigt worden sind. Aber unterm Strich sei die gesamte ORF-Belegschaft seit Wochen in Geißelhaft genommen worden.
Die FPÖ legte noch ein Schäuferl nach. „Burgenland heute“ sei eine Werbesendung für Rot und Schwarz, wetterte FPÖ-Chef Hans Tschürtz. Die Redakteursvertreter haben sich in einem Brief an die FPÖ verteidigt und hoffen jetzt auf Ruhe. In der ORF-Mannschaft hätte man sich zudem ein (Unterstützungs-) Machtwort vom neuen, alten Landesdirektor gewünscht, so ein Insider.