Erstellt am 21. September 2011, 00:00

Hoffentlich wurde auch vorgedacht. BERNHARD FENZ über die Übergangsphase mit ÖFB-Interims-Teamchef Willi Ruttensteiner.

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Die jüngste Beobachtungs- und Gesprächs-Tour von Sportdirektor Willi Ruttensteiner zeigt deutlich, dass der aktuelle ÖFB-Interims-Teamchef die Zeit auch dafür nutzen will, um Gräben zu schließen. Wenn er, wie am vergangenen Wochenende, das Plauscherl mit dem von Didi Constantini seit 2009 unberücksichtigten Andreas Ivanschitz sucht, ist das ein deutliches Signal. Plötzlich wäre es keine Sensation mehr, würde der Burgenländer schon für die letzten EM-Quali-Spiele in Aserbaidschan und Kasachstan einberufen werden.

So wäre die betont offene(re) Linie Ruttensteiners auch an einem praktischen und in der Vergangenheit immer wieder brisanten Beispiel untermauert. Noch mehr: Diese Partien sind bereits ein erster Testlauf für die nächsten WM-Qualifikations-Aufgaben – niemanden (außer die Ivanschitz-Gegner …) würde ein Comeback stören. Entspricht der Mainz-Legionär, ist es gut – falls nicht, ist auch nichts verhaut.

Viel falsch machen kann Willi Ruttensteiner mit einer Einberufung des ehemaligen Teamkapitäns also nicht. Es sei denn, der neue Teamchef will die Personal-Linie der Constantini-Ära strikt weiterverfolgen. Dann würde sich alles, was jetzt in dieser Hinsicht passiert und angedacht wird, ad absurdum führen. Aber so weit werden die Entscheidungsträger im ÖFB ja hoffentlich vorgedacht haben. Oder?

b.fenz@bvz.at