Erstellt am 07. August 2014, 09:58

von Bernhard Fenz

Imagekorrektur nur mit Problemlösung. Bernhard Fenz über den Plan beim SC Ritzing, den Verein zu sanieren und die Erste Liga anzustreben.

Alles auf Schiene - Harald Reiszner, Obmann des SC Ritzing, wirkt entspannt, wenn man mit ihm über das aktuelle Insolvenzverfahren seines Fußballvereins spricht. Fast wirkt es, als ob da ein ganz normales Geschäft abgewickelt werde: Durch eine teilweise Entschuldung erfolgt die Sanierung. Fertig. 30 Prozent der veranschlagten Altlasten (571.000 Euro wurden angegeben) sollen den Gläubigern bleiben, dann genießt der SC Ritzing ein (schulden)freies Dasein.

Für die Differenz müsse und werde Reiszner laut eigenen Aussagen als haftende Person aber selbst aufkommen – und er wirkt auch da entspannt, so als ob er sämtliche Facetten des großen Ganzen gut kontrollieren könne.

Parallel zur Aufarbeitung der Altlasten steht beim SC Ritzing der visionäre Blick in die Zukunft im Vordergrund. Der Verein hat seit rund eineinhalb Jahren auf Profitum umgestellt, der Betrieb ist ausgelagert und laut Reiszner auf stabilen Beinen. Das Ziel heißt Sky Go Erste Liga.

Wenn es gelingt, mit vernünftigen Bilanzen und einem transparenten System den Sprung zu schaffen, macht das Sinn. Jeder Klub kann selbst entscheiden, wo der Plafond erreicht ist. Wenn dann gar die Bundesliga herauskommt, wertet das die tolle Sportstätte im Mittelburgenland nur auf. Neben dem sportlichen Erfolg wäre es aber auch wichtig, würden Meldungen von Problemen rund um das Vereinskonstrukt (auch wenn es sich um Altlasten handeln mag) langfristig ein Ende nehmen. Denn nicht zuletzt deswegen ist das Ritzinger Image nach wie vor nicht lupenrein.