Erstellt am 05. November 2013, 13:32

Jetzt zählt allein die Zweckmäßigkeit. Bernhard Fenz über die Spirale beim SV Mattersburg, die sich gefährlich nach unten dreht. KOMMENTARWas seit der 11. Runde in der Ersten Liga los ist, untermauert die aktuelle Lage unserer beiden Burgenland-Vertreter.

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Was seit der 11. Runde in der Ersten Liga los ist, untermauert die aktuelle Lage unserer beiden Burgenland-Vertreter. Der SV Mattersburg hat seit besagtem Spieltag lediglich einen einzigen Punkt geholt und sonst nur verloren, der SC/ESV Parndorf dagegen hat nur noch ein einziges Mal verloren und sonst ständig angeschrieben. Plötzlich bringt die Mannschaft auch einen Vorsprung über die Zeit – wie beim in der Schlussphase einige Male wackelnden 2:1-Derbysieg am Freitag. Plötzlich ist die Zuversicht für die letzten drei Runden so groß wie schon lange nicht, obwohl das Team von Paul Hafner keinen Zauberfußball spielt und nach wie vor Letzter ist. Der Trend aber lässt Optimismus versprühen.

Mattersburg hingegen setzt vor allem in der jüngeren Vergangenheit Spiel um Spiel in den Sand, auch wenn das am 25. Oktober erzielte 3:3 im Heimspiel gegen Leader Altach leise Hoffnung aufkommen ließ. Die Gesamtbilanz ist jedoch zu trist. Pech, Unvermögen, Fehler, Ausfälle wichtiger Spieler: So dreht sich die grün-weiße Spirale längst gefährlich nach unten. Auch die jahrelange Bundesliga-Vergangenheit hilft eine Liga weiter unten nicht weiter. Neuer Spielstil, Meisterkampf, Wiederaufstieg – Fremdwörter. Also ist die Reißleine nötig. Für die letzten drei Runden im Herbst macht in Memoriam an die letzten Jahre wohl nur eine Devise Sinn: Zu hundert Prozent den Kampf gegen die drohende Abstiegszone annehmen, gut und möglichst konsequent verteidigen, zweckmäßig spielen, fertig. Diese Tugenden müssten schließlich nicht neu erlernt werden.