Erstellt am 12. August 2015, 06:21

von Martin Ivansich

Kalkuliertes Risiko machte sich bezahlt. Martin Ivansich über die System-Umstellung des SV Mattersburg im Spiel gegen die SV Ried.

Ivo Vastic bereitete der verletzungsbedingte Ausfall von Mike Novak ein wenig Kopfzerbrechen. Der Trainer war vor dem Ried-Spiel zum Reagieren gezwungen und entschied sich gegen eine klassische Viererkette und schickte seine Truppe in einer offensiveren Variante auf das Feld. Genauer gesagt in einem taktischen 3-1-4-2-System.



Bewusst ging der Mattersburger Coach das Risiko ein, defensiv eine Spur verwundbarer zu sein. Vastic will im heimischen Pappelstadion eine offensive Elf sehen, die viele Chancen kreiert. Ein Schuss, der auch nach hinten hätte losgehen können, weil Ried vor allem kurz nach dem 1:1 gute Chancen hatten.

Dass die Gäste, die eine oder andere Chance vorfinden würden, war im Plan von Vastic ebenso inbegriffen wie der offensive Auftritt, der in Durchgang eins zu sehen war. Der SVM erspielte sich zahlreiche Chancen, von denen Mario Grgic zwei verwertete und auch Markus Pink in seinem elften Pflichtspiel in Folge traf. Nach der Pause — mit dem 3:1 im Rücken — stellten die Grün-Weißen erneut um. Zurück zur Vierer-Kette, die kaum Gefährliches zuließ.

Am Ende gab es einen 4:1-Erfolg, der bei konsequenter Chancenverwertung höher ausfallen hätte können und zwei wichtige Erkenntnisse: Erstens, dass der SVM variabel spielen kann und zweitens, dass man leichter gewinnt, wenn man etwas riskiert.