Erstellt am 27. Januar 2016, 05:53

von Markus Stefanitsch

Kanzlerin-Kritik und ÖVP-Mutmacher. Markus Stefanitsch über die Niessl-Kritik an der deutschen Kanzlerin und den ÖVP-Mutmacher.

Kanzlerin-Kritik. Landeschef Hans Niessl geht seinen Weg unbeirrt weiter. Man kann in vielen Punkten geteilter Meinung sein, aber sein politisches Kalkül geht auf: Niessl gibt nicht nur im Burgenland den Ton an, auch österreichweit hat er bereits eine derart große mediale Aufmerksamkeit erreicht, wie sie noch wenige burgenländische Landeschefs zuvor hatten.

Die einen mögen ihn, die anderen mögen ihn nicht. Hans Niessl polarisiert. Das hat er am Sonntag auch in der ORF-Sendung „Im Zentrum“ gezeigt, als er dem EU-Abgeordneten der CDU, Elmar Brok, emotional vorwarf, dass gerade die deutsche Kanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel mit ihrer „Einladungspolitik“ Mitschuld an der Flüchtlingskrise habe.

ÖVP-Mutmacher. Einen Weg aus der Krise sucht noch die burgenländische ÖVP. Beim Neujahrsempfang der Eisenstädter Bezirkspartei kam diesmal der steirische ÖVP-Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer als Gastredner. Er folgte der Einladung des Bezirksparteichefs und ehemaligen Landesvize Franz Steindl, mit dem ihn eine jahrelange Freundschaft verbindet.

Schützenhöfer sprach in seiner Rede dem neuen Landesparteiobmann Thomas Steiner Mut zu. Er selbst hätte sich vor zehn Jahren auch nie gedacht, als er damals die steirische ÖVP übernommen hatte, dass er jemals Landeshauptmann werden würde. Sein Tipp: Die Gemeinden stärken. Denn auch der deutsche Altkanzler Helmut Kohl habe seinen Erfolg nur über das „Gewinnen in den Gemeinden“ geschafft.