Erstellt am 14. März 2012, 00:00

Kapfenberg muss nicht interessieren. BERNHARD FENZ über die Bundesliga und den Abstiegskampf, der im Frühjahr gar keiner ist.

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Knapp und prägnant, garniert mit einem dezenten Achselzucker, fiel Franz Lederers Reaktion aus. „O.K., schön, gut“, reagierte der Cheftrainer des SVM, als Sky-Reporter Andreas Trippolt im Interview nach dem 0:1 gegen Innsbruck als höfliche Schlussbemerkung anfügte, Kapfenberg habe ja auch verloren. Ganz nach dem Motto: Ist ja halb so schlimm.

Der 48-Jährige wird nicht mehr gerne auf die Situation am Tabellenende angesprochen – auch dann nicht, wenn seine Mannschaft nach drei Siegen in Folge wieder einmal verloren hat und aufgrund des Erfolgs von Wiener Neustadt bei Sturm erneut Vorletzter ist.

Zur Erinnerung: Zwölf Punkte und ein um 30 (!) Treffer besseres Torverhältnis stehen zwischen Kapfenberg und Mattersburg. Der Abstand des Neunten Mattersburg zum Ersten Salzburg ist kleiner – ebenfalls zwölf Zähler, aber nur ein um 15 Tore schlechteres Verhältnis. Ergo muss der Kampf gegen den Abstieg konstruiert werden, sachlich betrachtet existiert diese Bundesliga-Facette derzeit nicht.

Daher wäre aus grün-weißer Sicht ein aktives Befassen mit dem Letzten reine Zeitverschwendung. Im tatsächlichen Fokus der Burgenländer stehen Mannschaften wie Wiener Neustadt oder Innsbruck – also der Kampf um die Plätze sieben und acht. Insofern ist es nach dem Mittwoch-Nachtrag zwischen Kapfenberg und Wiener Neustadt auch relativ egal, ob die abgeschlagenen Steirer zwölf, elf oder neun Punkte Rückstand haben werden. Wichtiger ist, dass die Niederösterreicher nicht voll punkten und davonziehen. So viel Selbstvertrauen muss beim Blick auf die Tabelle einfach drin sein.

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