Erstellt am 30. Mai 2012, 00:00

Kapitäns-Thema ist nicht wesentlich. BERNHARD FENZ über wichtige und unwichtige Fragen rund um unsere Fußball- Nationalmannschaft.

 |  NOEN
x  |  NOEN

Dass es wichtige Fragen für das A-Team vor Beginn der WM-Qualifikation im September gibt, steht fest. Etwa: Wie gut vorbereitet wird die Mannschaft auf Hürden wie Deutschland, Schweden oder Irland treffen? Welche Taktik macht Sinn – wie viel Kampf, wie viel Spiel?

Bei der Hitliste der unwichtigsten Fragen steht wiederum jene, wer unsere Truppe als Kapitän aufs Feld führen soll, ganz oben. Im Zuge des aktuellen Trainingslagers in Seefeld kam der Punkt kurz auf. Fazit: Es sei noch offen, wer offizieller Kapitän werde.

An sich ist das Thema ja durchaus spannend. Ein Kapitän sollte als verlängerter Arm des Teamchefs am Platz die Mannschaft führen, sollte möglichst erfahren und gestanden sein, sollte die Spieler in entscheidenden Phasen entscheidend mitreissen können, sollte mit seiner Leistungsbereitschaft über den Kollegen stehen, sollte in kommunikativer Hinsicht top sein und sollte die Truppe von der Spitze aus einen und anführen. Theoretisch.

Praktisch drängt sich für dieses große Anforderungsprofil niemand auf. Also kann es auch nicht wesentlich sein, wer die Schleife tragen wird – sondern wie sich die Mannschaft ohne ausgewiesenen Leithammel mit ihren Stärken und Schwächen als Ganzes entwickelt.

KOMMENTAR

b.fenz@bvz.at