Erstellt am 31. Dezember 2014, 07:08

von Harald Knabl

Kein gutes Jahr, aber die Hoffnung lebt. Harald Knabl über weltweite Krisen und innenpolitische Entwicklungen.

Wir haben ein heftiges Jahr hinter uns gebracht, eines voller politischer Unsicherheit, eines, welches das Szenario eines Krieges ziemlich nahe an unsere Grenzen heran brachte. Eines, welches uns durch das grausame und via Internet entsetzlich stolz demonstrierte Töten von Menschen wieder dem Mittelalter näher brachte, und eines, welches uns dazu zwingen musste, unsere Grenzen für jene zu öffnen, die ihrer Heimat den Rücken kehren mussten.

Alles in allem ein beunruhigendes Fazit, in all seiner Brisanz noch verstärkt durch eine Krise unserer Wirtschaft, die Tausende Arbeitsplätze gefährdet. Und die politische Geisterfahrer weltweit zur Höchstform auflaufen lässt.
Aber trotz all dieser negativen Ereignisse ist Hoffnung angesagt und auch berechtigt.

Den irrationalen Schlächtern beginnt der Atem auszugehen, und auch beim für unser Land naheliegendsten und bedrohlichsten Kriegsherd darf man hoffen, dass Vernunft, bedingt durch wirtschaftliche Notwendigkeiten, obsiegt. Ob wir 2015 die lähmende Wirtschaftskrise loswerden, das scheint noch die Frage. Mir scheint aber, dass die Politik wirklich ernsthaft alle Maßnahmen dafür überdenkt.

Es wird auch innenpolitisch ein entscheidendes Jahr. Bringen SPÖ und ÖVP eine Steuerreform auf Schiene und wird damit auch die Koalition am Leben erhalten? Wie wird der Souverän reagieren, wenn er merkt, wie wenig diese Reform ins Börsl bringen wird?

Wir müssen uns vor 2015 nicht fürchten. Aber es wird ein Jahr, das weltweit, europaweit, bundesweit und auch im regionalen Bereich all unsere Bemühungen braucht und all unsere Menschlichkeit. 2014 hat uns dafür das Bewusstsein schaffen lassen, 2015 will von uns die Umsetzung.