Erstellt am 10. Juli 2013, 07:48

Keine Experimente: Hört sich gut an. Bernhard Fenz über den zweiten Parndorfer Versuch in der Ersten Liga.

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Wirklich realistisch schien es nicht, dass der SC/ESV Parndorf nach den beiden Jahren Bundesliga – von 2006 bis 2008 kickten die Nordburgenländer in der zweithöchsten Spielklasse Österreichs – tatsächlich noch einmal den Sprung nach oben schaffen werde. Zu viel sprach in der Praxis dagegen. 2010 und 2011 scheiterte der Verein in der Relegation erst am WAC und danach an der, damals von Mattersburg-Trainer Alfred Tatar betreuten Vienna – für die Moral ein hartes Stück. Zudem war es ein offenes Geheimnis, dass sich Obmann Gerhard Milletich keinen Vollprofi-Betrieb mehr leisten wollte. Trotzdem blieben die Nordburgenländer stark genug, drängten sich in einer Ostliga, wo sich mittlerweile nur ganz wenige bundesliga-gierige Klubs finden, sportlich auf und schafften nun bekanntlich doch gegen Blau Weiß Linz in der Relegation den Wiederaufstieg.
Dass mit der neuen Aufgabe die aufgebauten Strukturen (etwa das Halbprofitum bei einem Großteil der Mannschaft) nicht verlassen und keine unnötigen Experimente gewagt werden, macht Sinn. Zu gut sind die gelebten Erfahrungen, zu wichtig ist ein starkes und vernünftiges Vereins-Konstrukt, bei dem alle mitziehen. So gesehen stehen die Vorzeichen günstig, dass sich Parndorf in der Ersten Liga bis auf weiteres behaupten kann.