Erstellt am 09. November 2011, 00:00

Keine Lust mehr auf Vogel Strauß. BERNHARD FENZ über ein witziges internes Cup-Spiel, das eigentlich gar nicht lustig ist.

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Nicht nur, dass die Zuschauerzahlen im ÖFB-Samsung-Cup zuletzt mager bis blamabel waren: Die Viertelfinal-Auslosung spuckte mit dem Spiel Red Bull Salzburg gegen die Red Bull Juniors eine Farce aus. Wenn die Öffentlichkeit den Cup nicht ernst nehmen soll, ist das natürlich eine witzige Konstellation. Schon im Vorjahr regte das Erstrunden-Duell zwischen dem SK Rapid und den eigenen Amateuren zum Schmunzeln an. Seriös betrachtet ist das aber nur peinlich.

Wer braucht ein Freundschaftsspiel auf Wettkampfbasis? Für die Bundesligisten ist der Cup der einfachste Weg, um sich ein internationales Ticket zu schnappen. Selbst der (schwächelnde) Titelanwärter Salzburg wird den Bewerb auch als Rückversicherung auf ein europäisches Ticket bestreiten. Wie soll in diesem Kontext ein Viertelfinale gegen das eigene Juniors-Team bewertet werden? Es wäre nur logisch, würden die ÖFB-Verantwortlichen handeln und lediglich eine Mannschaft pro Verein – das muss doch reichen – für den Cup zulassen. Einfach zu hoffen, dass die Auslosung keine Problemfälle ergibt, ist der falsche Ansatz. Denn diese Vogel-Strauß-Taktik ging am Sonntag wieder einmal ziemlich daneben.

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