Erstellt am 26. November 2014, 06:17

von Bernhard Fenz

Kleiner Schritt, aber eine wichtige Etappe. Bernhard Fenz über den Erste-Liga-Titelkampf, in dem der SVM zuletzt wieder Boden gutmachte.

Eine Fußball-Saison dauert lang. Diese Erkenntnis bedarf auch in der Sky Go Ersten Liga keiner wissenschaftlichen Basis, sondern ist so wahr und oberflächlich zugleich.

Wahr ist, dass sich die Meisterschaft nicht an einem Spieltag entscheidet, sondern die konstanteste Mannschaft nach 36 Runden vorne sein wird. In aller Regel gibt es dann seitens der Konkurrenten keine Ungerechtigkeiten oder dergleichen mehr zu beklagen. Zu lange ist diese Zeitspanne, um punktuelles Glück oder Pech in den Bilanz-Topf zu werfen. Das große Ganze zählt.

Oberflächlich ist hingegen die Ansicht, dass eine Fußball-Saison nicht schon vorab entschieden werden könne – in dem Glauben, dass noch genügend Spieltage verbleiben. In diesem Zusammenhang durchlebt der SV Mattersburg aktuell eine heiße Phase. Fünf Punkte auf Tabellenführer LASK waren zuletzt ein gefährlicher Rückstand, der auf Sicht gesehen (genug Runden verbleiben) im Titelkampf noch kein Problem darstellt, der aber nicht mehr wesentlich größer werden sollte.

Jetzt ist plötzlich wieder alles anders. Die Linzer haben nach dem jüngsten Punkteverlust gegen Kapfenberg und dem grün-weißen Zittersieg gegen Innsbruck nur noch drei Zähler Vorsprung. Plötzlich spüren sie wieder stärker den Mattersburger Atem – kleine Faktoren, die aber in Summe für das große Ganze entscheidend sein können. So gesehen war der jüngste Etappensieg des SVM vor der Winterpause immens wichtig.