Erstellt am 08. Mai 2013, 00:00

Klubs mit Namen sind keine Garantie. Bernhard Fenz über den Aufstieg des SV Grödig – ein weiterer „Dorfklub“ ist in der Tipp3 Bundesliga angekommen. KOMMENTARDer SV Grödig (mit dem Stötteraner Thomas Salamon als sportliche Stütze) hat beim Schlager gegen Austria

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Der SV Grödig (mit dem Stötteraner Thomas Salamon als sportliche Stütze) hat beim Schlager gegen Austria Lustenau den Titel in der Ersten Liga vorzeitig fixiert – vor 2.100 Fans. In der 7.000-Einwohner-Gemeinde an der Peripherie Salzburgs sind die Massen (noch?) nicht zu bewegen. Mattersburg schaffte das vor zehn Jahren schon, die Voraussetzungen waren günstig. 2002/2003 wurde das ausgehungerte Einzugsgebiet regelrecht aufgesaugt – lange stand das Pappelstadion für Volksfeststimmung. Zwischen 10.000 und 15.000 Zuschauer waren keine Seltenheit. Mittlerweile sind die Massen gewichen, der SVM ist trotzdem als gesunder Klub (und Trägerverein einer Akademie) übrig geblieben.

Auch dem SV Grödig ist es zu gönnen, seinen Weg im Oberhaus zu finden – egal wie. Denn eines ist klar: Nur weil Traditionsvereine und vermeintliche Riesen reihenweise die Segel streichen, können Kleinere die Gunst der Stunde nutzen und sich ganz oben festsetzen. Wer also im Fußball-Oberhaus immer mehr die vermeintlich klingenden Namen vermissen sollte: Der Fehler im System liegt sicher nicht in der Peripherie.