Erstellt am 20. August 2014, 15:10

von Harald Knabl

Bundesheer wird ausgehungert. Harald Knabl über den systematischen Plan der SPÖ und Heeresminister Gerald Klug.

Ist der Klug im Sinne seiner Partei wirklich so klug? Jedenfalls macht es so den Anschein. Was Norbert Darabos nicht schaffte, wird, so darf man nach den letzten Entwicklungen ruhig vermuten, der neue Verteidigungsminister schaffen. Nämlich das Abmontieren unseres Bundesheeres. Und das mit einer guten Ausrede: Der Finanzminister gibt nicht mehr Geld her, alle müssen sparen. Und was sagt der schwarze Finanzminister dazu: Nix. Kann er auch nicht. Als oberster, selbst ernannter Sparmeister tut er sich schwer, da Einhalt zu gebieten.

Kein Benzin für Helikopter, noch weniger für Spezialausbildungen, ja nicht einmal, die stark öffentlichkeitswirksamen Angelobungen in eh’ einladenden Gemeinden wird es mehr geben. Der Grund: kein Geld für den Transport. Das Bundesheer wird systematisch abmontiert. Der Masterplan der SPÖ, peinlichst unprofessionell umgesetzt mittels Volksbefragung im letzten Jahr, geht auf. Motto: Wer zuletzt lacht, lacht am besten.

Das große Engagement der ÖVP FÜR die Wehrpflicht kam für Beobachter schon vor zwei Jahren ein wenig überraschend: Diese Einstellung war nicht immer Linie der Schwarzen gewesen. Noch mehr überraschte, dass sich die ÖVP bei der Neubildung der Regierung nicht um das Verteidigungsressort riss. Und am meisten überrascht nun, wie teilnahmslos Spindelegger & Co. die Zerstörung der Struktur durch den roten Heeresminister hinnehmen. Das erzeugt Verwunderung bei jenen, die die Innenpolitik auch nur ein wenig verfolgen, das erzeugt immensen Frust bei jenen, die in der ÖVP Unterstützung erahnten und von den Folgen des Aushungerns direkt betroffen sind. Jetzt darf man raten, wie die Quittung ausfallen wird.