Erstellt am 13. Februar 2013, 00:00

Kontrolliert defensiv ist professionell. Bernhard Fenz über den ersten Test von Philipp Hosiner unter Teamchef Marcel Koller – der Eisenstädter spielte keine Minute. KOMMENTARPhilipp Hosiner ist Profi genug, um zu wissen, wie eine seriöse diplomatische Antwort funktioniert.

 |  NOEN

Philipp Hosiner ist Profi genug, um zu wissen, wie eine seriöse diplomatische Antwort funktioniert. Auf die Frage zu seinem Bankerldrücker-Dasein beim Testspiel in Wales ließ der Eisenstädter gegenüber der BVZ wissen: „Natürlich wäre ich gerne zum Spielen gekommen. Es ist aber keine Enttäuschung, weil mir bewusst ist, dass im Fußball nicht immer alles nach Wunsch laufen kann.“

Dass der Führende der Bundesliga-Torschützenliste bei seiner ersten Einberufung unter Marcel Koller gerne gespielt hätte, ist logisch. Dass es beim 1:2 gute Gelegenheiten und Gründe für seine Einwechslung und ein Testen seiner Fähigkeiten gegeben hätte, sowieso. Trotzdem blieb Hosiner kontrolliert defensiv – die einzig richtige Methode. Zu viel hat der 23-Jährige noch vor sich, als dass er sich wegen der (noch) zähen Team-Sache verbal verdribbelt und riskiert, beim Teamchef klar im Abseits zu stehen.