Erstellt am 03. November 2010, 00:00

Langsam herrscht Ärger im Paradies. BERNHARD FENZ über die Mannschaften der Akademie und ihre Probleme.

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„Herzlich willkommen in der größten und modernsten Trainings- und Sportanlage für den Nachwuchsfußball in Österreich.“ Nicht nur auf der Homepage der Fußballakademie Burgenland (www.aka-burgenland.at) ist der Stolz auf DAS rot-goldene Sport-Vorzeigeprojekt deutlich sichtbar. Die vor gut einem Jahr eröffnete Akademie spielt schließlich alle Stückerl.


Umso nachdenklicher stimmt es, dass von diesem Schwung im reinen Meisterschafts-Nachwuchsbetrieb zu wenig sichtbar ist. Schlechte Platzierungen in den Tabellen der drei österreichweiten Jugendligen U15, U16 und U18 sollen zwar nicht überbewertet werden – die grottenschlechte Bilanz zu ignorieren, wäre aber fahrlässig. Noch dazu, wo sich in diesem Zusammenhang, wie der Sportliche Leiter Hans Füzi sagt, bei manchen Spielern sowohl die Einstellungs- als auch die Qualitäts-Frage stellt.Einigen Spielern fehlt also einiges.

Zu wenig Wille? Zu wenig Können? Suboptimale Betreuung und Förderung? Fakt ist: Für ein flächendeckend burgenländisches Qualitäts-Gütesiegel ist mehr nötig, als eine paradiesische Infrastruktur. Wenn solche Probleme auftauchen, stellt sich die Systemfrage – denn wirklich rund läuft es in der Akademie ganz offensichtlich nicht.

b.fenz@bvz.at