Jennersdorf , Neusiedl am See , Deutschkreutz , Eisenstadt

Erstellt am 11. April 2018, 06:52

von Markus Stefanitsch

Gesundheit heißt auch Prävention. Markus Stefanitsch über Akut-Ordinationen und ein Umdenken im Gesundheitssystem.

220 Millionen Euro müssen in den nächsten Jahren im Gesundheitssystem eingespart werden! Genauer gesagt darf es in den burgenländischen Spitälern nicht so weitergehen wie bisher, sonst entstehen dem Land 220 Millionen Euro an Kostensteigerungen. Dies hat der zuständige Landesrat Hans Peter Doskozil im Rahmen der Eröffnung der Akut-Ordination in Eisenstadt angekündigt.

Eine Summe, die es in sich hat. Immerhin beträgt allein das Gesamtbudget im Burgenland „nur“ 1,1 Milliarden Euro. Eine derartige Summe einzusparen, ohne ein Krankenhaus zu schließen, wie Doskozil betont, wird ein richtig großer Kraftakt. Vor allem dürfen die Einsparungen keine Verschlechterungen für die Versorgungsqualität der Bevölkerung bringen. Da wird in nächster Zeit jeder Cent zwei Mal umgedreht werden müssen, was sicher zu noch mehr Kritik führen wird.

Dass gerade im Gesundheitssystem jegliche Änderungen oder Neuerungen mit Argus-Augen beobachtet und sehr emotional diskutiert werden, sieht man gerade im Bereich der Akut-Ordination. Eine an und für sich gute Lösung für die Bevölkerung wird teilweise scharf kritisiert. Und auch wenn es berechtigte Kritik gibt: Unterm Strich geht es darum, dass man als Patient außerhalb der normalen Öffnungszeiten Hilfe suchen kann, wenn man Schmerzen oder eine Verletzung hat. Viele Menschen haben bisher nicht gewusst, wohin sie sich wenden sollen. Bei einer unangenehmen, aber kleineren Verletzung will man oft nicht auf die Unfallambulanz oder gar den Ärzte-Notdienst rufen. Jetzt kann man „bequem“ nach der Arbeit oder wenn es akut ist, in die Akut-Ordination gehen. Und kriegt dort Hilfe, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen.