Eisenstadt

Erstellt am 07. September 2016, 06:49

von Markus Stefanitsch

Vom „Doppler“ hin zum Genuss-Achterl. Markus Stefanitsch über die aktuelle Gesundheitsstudie im Burgenland.

Es ist noch gar nicht so lange, da war der Ruf der Burgenländer hinsichtlich des Alkoholkonsums nicht gerade der beste in Österreich. Die Fakten und die Statistik untermauerten diesen Eindruck.

Doch das Burgenland hat sich auch in diesem Bereich zum Besseren gewandelt. Nicht nur im gelegentlichen, auch im täglichen Alkoholkonsum liegen wir mittlerweile hinter dem Österreich-Durchschnitt. Scheinbar ging mit dem Wechsel von der Doppler-Weinflasche auf die gepflegte 0,75-Bouteille auch die Trinkmenge der Burgenländer in den vergangenen Jahrzehnten zurück.

Wenn man so will, hat sich in unserem Bundesland so etwas wie eine Trinkkultur entwickelt. Weg von Quantität hin zur Spitzen-Qualität. Und diese ist mittlerweile über die Grenzen des Burgenlandes hinaus bekannt. Über die positive gesundheitliche Auswirkung von zwei Glaserln Rotwein pro Tag diskutieren die Wissenschafter nach wie vor.

Insgesamt ist aber das Gesundheitsbewusstsein der Burgenländer stark gewachsen. Einziger Wermutstropfen dabei: Es gibt bei uns überdurchschnittlich viele übergewichtige Menschen. Mehr als ein Drittel der Bevölkerung leidet an Übergewicht und ein Fünftel gar an sogenannter Fettleibigkeit oder Adipositas. Hier gibt es sicher noch viel Aufholbedarf.

Die tägliche Turneinheit in den meisten Schulen des Landes ist ein erster Schritt. Alles kann aber nicht die Schule übernehmen. Auch die Erwachsenen müssen Vorbild sein. Mit Sport und ausgewogener Ernährung. Das soll nicht heißen, den asketischen Lebensweg einzuschlagen. Aber eben alles mit Maß und Ziel angehen.

Wer sich eine Stunde am Tag bewegt, kann beruhigt mal zwei Achterl trinken und muss sich nicht von Reiswaffeln ernähren.