Erstellt am 06. Juli 2016, 06:45

von Markus Stefanitsch

Wir brauchen mehr „Tourismussons“. Markus Stefanitsch über Parallelen des Fußball-EM-Lieblings Island zum Burgenland.

Island sorgte bei der Fußball-Europameisterschaft für Furore. Die kleine Insel nordwestlich von Europa machte sich in Frankreich einen großen Namen und eroberte die Herzen der Fußball-Fans im Sturm. Auch wenn die Isländer gegen Gastgeber Frankreich im Viertelfinale ausgeschieden sind, sind sie die eigentlichen Europameister. Die legendären „Klatsch-Einlagen“ sind innerhalb weniger Wochen zum Kult geworden.

Die Isländer haben aber eine viel wichtigere Botschaft, weit über den Fußballsport hinaus, in die Welt getragen: Auch ein kleines Land kann viel erreichen – wenn man zusammenhält, eine große Portion Leidenschaft mitbringt und vollen Einsatz leistet.

Hier könnte man viele Parallelen zum Burgenland ziehen. Als Beispiel sei hier der Tourismus genannt. Die jüngsten Zahlen weisen uns hohe Zuwachsraten im Mai aus. Wie insgesamt das Burgenland seit vielen Jahren im Bereich Tourismus Wachstumskaiser ist. Im Vergleich zu manchen Regionen im Westen sind wir aber bei den Gesamtzahlen immer noch ein kleiner Fisch im Karpfenteich. Dennoch gilt der Tourismus für das Burgenland als großer Wirtschaftsfaktor. Und dieser gehört gehegt und gepflegt.

Allein durch Werbefilme und Prospekte im Ausland zu punkten, wird zu wenig sein. Die besten Tourismusbotschafter sind immer noch die Burgenländer selbst. Die Verantwortlichen im Tourismus müssen diese Leidenschaft und diesen positiven Patriotismus fördern. Denn die meisten Touristen kommen wegen der sympathischen Menschen und vor allem wegen der Gastfreundschaft. Diese soll sich nicht nur in den Hotels und Pensionen, sondern im ganzen Burgenland zeigen. Und das gelingt nur, wenn (symbolisch) alle im Takt klatschen.