Erstellt am 05. Oktober 2011, 00:00

Letztlich zählt nur der Lernprozess. BERNHARD FENZ über Philipp Hosiners kurvigen Weg über Österreichs Grenzen hinweg in Richtung A-Team.

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Sechs Tore, Tabellenspitze mit der Admira, kometenhafter Aufstieg in Österreichs Oberhaus: Angesichts der jüngsten Entwicklung war die A-Team-Einberufung von Philipp Hosiner nur eine Frage der Zeit. Dass es so rasch ging, überrascht aber.

Im Juli 2006 wechselte Hosiner in den Nachwuchs von 1860 München, 2009 verabschiedete er sich von den Amateuren der 60er in die dritte Bundesliga nach Sandhausen zu einem wenig erfolgreichen Jahr – eine behutsame Entwicklung sieht anders aus. Nun ist er über die Vienna zur Admira und somit in die höchste Liga Österreichs gestoßen. Kritiker und vor allem Akademie-Fürsprecher werden sagen, dass sich der 22-Jährige viel erspart hätte, wäre er gleich in heimischen Gefilden geblieben. Stichwort feinfühliger Aufbau, Stichwort Vertrauen in die eigene Jugend, Stichwort Beibehalten der gewohnten Umgebung. Mag alles sein.

Fakt ist aber, dass sich der Eisenstädter trotzdem für den Lernprozess im Ausland entschieden und (fürs Erste) durchgesetzt hat. Und wenn Philipp Hosiner jetzt noch am Boden bleibt, hat er tatsächlich alles richtig gemacht.

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