Erstellt am 22. August 2012, 00:00

Man muss es nicht drauf anlegen. BERNHARD FENZ über die Euphorie vor dem Spiel gegen Deutschland und den unvermeidlichen realistischen Zugang.

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Die Posse rund um Paul Scharner ist zu Ende. Gut so. Der 32-jährige Profi war mit seiner (zu wenig tragenden) Rolle im A-Team unzufrieden und machte seinem Ärger öffentlich Luft. Die Folge: vorzeitige Abreise am Tag des Türkei-Spiels, keine weitere Einberufung mehr. Bei allem Respekt: Wer so eine Causa nicht intern regelt, legt es darauf an und ist nicht teamfähig. Thema erledigt.

Es gibt Wichtigeres. Die Mannschaft scheint vor dem Start der WM-Quali am 11. September gegen Deutschland gerüstet, wirkt solide und hat Potenzial für eine Überraschung. Passt an dem Tag alles, ist ein Punkt(e)gewinn drin – das 2:0 im Test gegen die Türkei hat Appetit gemacht. Ganz wie sich das auch Andy Ivanschitz im Vorfeld erhofft hatte: „Die Euphorie ist eine andere, wenn du gegen die Türken ein gutes Resultat holst. Damit kann man schon ein bisschen bewegen und die Vorfreude zusätzlich wecken.“

Stimmt. Die Euphorie wird auf dieser Basis wohl noch weiter steigen. Bleibt trotzdem zu hoffen, dass die Mehrheit in Fußball-Österreich am 11. September deshalb nicht zwingend einen Sieg gegen die Deutschen erwartet. Dann würde man es wieder darauf anlegen, emotional gleich auf die Nase zu fallen.

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