Erstellt am 17. Juli 2013, 07:10

Mattersburg kann sich jetzt empfehlen. Bernhard Fenz über das mögliche neu geweckte Faninteresse am SVM in der Ersten Liga.

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Vieles wurde bei der Saisonstart-Pressekonferenz der Ersten Liga am Betrieb in der zweithöchsten Spielklasse gelobt. Bei den chronisch schwächelnden Zuschauerzahlen in den Stadien war dann aber Pause, Bundesliga-Vorstand Georg Pangl musste ernüchtert feststellen: „Es ist halt einmal so.“

In gewisser Hinsicht stimmt das, ein Beispiel: Regionalliga-West-Champ Liefering schlug Regionalliga-Mitte-Meister LASK in der Relegation. Statt einigen tausenden Zuschauern pro Spiel – so viele sind beim Linzer Traditionsverein drin – wird sich der Red-Bull-Satellitenklub in der EM-Arena Wals-Siezenheim öfter wohl nur im (unteren) dreistelligen Zuschauerbereich präsentieren.

Der Abstieg des SV Mattersburg hingegen könnte sich bei der Besucher-Statistik wiederum als Glücksfall für die Erste Liga erweisen. Nicht falsch verstehen: Wer vom SVM plötzlich außergewöhnliche Zahlen jenseits der 10.000er-Grenze (wie das noch vor zehn Jahren der Fall war) fordert, träumt an der Realität vorbei. Dass nach wie vor ein ordentliches grün-weißes Fan-Potenzial für die Heimspiele vorhanden ist, steht aber fest. Im Optimalfall kann das schon für das Doppel im Pappelstadion gegen St. Pölten und die Vienna mobilisiert werden. Wie? Mit einem Auswärtssieg gegen Liefering – vor leeren Rängen im EM-Stadion.